Hermle-Auftragseingang steigt im 1. Quartal 2013 um 40% 

Gosheim, 15. Mai 2013 - Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG verzeichnete im ersten Quartal 2013 eine starke Nachfrage. Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers erhöhte sich von Januar bis März 2013 gemessen am vergleichbaren Vorjahreszeitraum konzernweit um 39,8 % auf 101,6 Mio. Euro (Vj. 72,7). Dabei nahmen die neuen Bestellungen aus dem Ausland um 69,5 % auf 72,7 Mio. Euro zu (Vj. 42,9). Im Inland gingen Order im Wert von 28,9 Mio. Euro ein, 3,0 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Vj. 29,8). Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Stichtag 31. März 2013 gegenüber dem Jahreswechsel um 54,0 % auf 134,0 Mio. Euro (31.12.2012: 87,0) und reicht bereits in das Jahr 2014 hinein.

Der Hermle-Konzernumsatz lag in den ersten drei Monaten 2013 mit 54,5 Mio. Euro um 10,7 % unter dem ver-gleichbaren 2012er Wert (Vj. 61,0), was vor allem auf den Export zurückzuführen war, da bereits fertig gestellte Maschinen noch nicht bei Auslandskunden angeliefert waren. Im Inland nahm das Geschäftsvolumen um 5,2 % auf 25,7 Mio. Euro (Vj. 27,1) und im Ausland um 15,0 % auf 28,8 Mio. Euro (Vj. 33,9) ab. Das Ergebnis blieb dementsprechend ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Nach wie vor verfügt Hermle aber über eine sehr solide Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

Die Belegschaft von Hermle hat sich im ersten Quartal kaum verändert. Am 31. März 2013 beschäftigte das Unternehmen konzernweit 926 Mitarbeiter nach 927 Personen zum Jahresende 2012. Aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen wurden im Berichtszeitraum keine Neueinstellungen vorgenommen.

Anfang des zweiten Quartals entwickelte sich das Geschäft von Hermle stärker als erwartet. Die Hausausstellung des Unternehmens Ende April verlief ebenfalls erfolgreich. Rund 2.500 Besucher aus mehr als 50 Ländern informierten sich an vier Messetagen über das Produktprogramm und die Innovationen. Neben einem neuen Bearbeitungszentrum präsentierte Hermle das verbreiterte Sortiment an Automatisierungskomponenten, unter anderem einen Palettenwechsler für Großbearbeitungs-zentren. Die Stimmung unter den Fachbesuchern war gut, auch wenn Kunden aus manchen Abnehmerbranchen über eine Nachfrageberuhigung berichteten.

Gestützt auf die solide Auftragslage hält es Hermle im Gesamtjahr 2013 zwar weiterhin für möglich, das hohe Vorjahresniveau bei Umsatz und Ergebnis wieder zu erreichen. Doch ob die stabile Markt- und Bestellsituation anhält, bleibt angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise, konjunktureller Abkühlungstendenzen und der bevorstehenden Neuwahlen offen.


Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren. 2012 erzielte das Unternehmen konzernweit einen Umsatz von 303 Mio. Euro und ein Betriebsergebnis von 63,6 Mio. Euro. Hermle-Werkzeugmaschinen kommen aufgrund ihrer hohen Qualität und Präzision in anspruchsvollen Branchen wie Medizintechnik, optische Industrie, Energietechnik, Luftfahrt-, Automobil- und Motorsportindustrie sowie bei deren Zulieferern zum Einsatz. Hermle-Aktien werden im Regulierten Markt der Börsen Stuttgart und Frankfurt am Main gehandelt.