Maschinenfabrik Berthold Hermle AGMaschinenfabrik Berthold Hermle AG

Von Mensch zu Mensch!
Anwenderberichte

Aus Tradition – Leidenschaft zur Präzision

10.12.2012

Mit dem Know-how aus der Schiffsnavigationstechnik zum Spezialisten für Feinwerktechnik.

Nicht nur im Süden Deutschlands entstehen hochgenaue Präzisionsteile mit Toleranzen im Bereich von wenigen 1000stel Millimeter. Auch im Norden weiß man feinwerktechnische Bauteile und Baugruppen sehr wohl in höchster Qualität herzustellen. Bestes Beispiel dafür ist das mittelständische Unternehmen Hein & Oetting Feinwerktechnik GmbH, D-22143 Hamburg-Rahlstedt, dessen Ursprünge auf das Jahr 1837 zurückgehen. Damals stellte die Firma C. Plath vom Kompass bis zur Navigations- und Steuerungstechnik Ausrüstungen für die Schiff- und auch für die Luftfahrt her; wobei das Geschäft mit Kompasssystemen für Luxusyachten sowie Navigations- und Steuerungstechnik für die Luft- und Raumfahrt bis heute zum Leistungs-Portfolio von Hein & Oetting gehört. Darüber hinaus produziert der Betrieb, der aktuell über 80 als Fachkräfte ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, hochwertige Komponenten und Baugruppen für die Bereiche Mess- und Prüftechnik, Medizintechnik, Lasertechnik und Maschinenbau. Lars Reeder, Dipl.-Wirtsch.-Ing. und Geschäftsführender Gesellschafter der Hein & Oetting Feinwerktechnik GmbH, führte dazu aus: „In unserer Feinwerktechnik-Produktion verstehen wir den Begriff Qualität sozusagen als Maßeinheit, denn viele unserer Teile und Geräte sind extremen Umgebungs- und Einsatzbedingungen ausgesetzt. Wir sind nicht nur nach EN ISO 9001 zertifiziert, sondern wir dürfen für unsere Magnetkompasse auch das Zertifikat des „Germanischen Lloyds" ausstellen. Der Begriff „Präzision" hat bei uns Tradition, deshalb investieren wir stark in die Aus- und Weiterbildung. Mit einem Anteil von 15% Auszubildenden, die im Normalfall alle übernommen werden, sichern wir unser Wachstum organisch ab, zumal diese „Eigengewächse" dann auch unseren Geist und unsere Philosophie verinnerlicht haben".

Von Spezial-Fräsmaschinen zu CNC-Universal-Bearbeitungszentren

Dass dies für Lars Reeder und seinen Produktionsleiter, Industriemeister Pascal Chemier, keineswegs nur leere Worthülsen darstellen, wird bei einem Rundgang durch die modernen Produktionshallen sehr schnell sichtbar. Die durchgängige Prozesskette für die „Herstellung von Werkstücken in µm" beginnt mit einem 3D-CAD-/CAM-System und setzt sich über den vielseitig nutzbaren CNC-Maschinenpark bis zur CNC-Messtechnik mit Qualitäts-Dokumentation nahtlos fort. Inklusive der Beratung schon während der Ideen- und Entwicklungsphase bei neuen Werkstücken sowie den Serviceleistungen, wie zum Beispiel Oberflächenveredelung, Laserbeschriftung, Bauteilebeschaffung und Lieferlogistik, ist man in der Lage, die Kunden ab der Einzelteilfertigung bis hin zur JIT-gesteuerten Serienbelieferung von Bauteilen, Baugruppen und Komplettgeräten aus einer Hand zu bedienen. Einen ganz wesentlichen Anteil an der hohen Autarkie, in Gestalt von Leistungsfähigkeit, Flexibilität und reproduzierbarer Qualität, haben laut Pascal Chemier insgesamt vier CNC-Hochleistungs- Bearbeitungszentren der süddeutschen Maschinenfabrik Berthold Hermle AG aus 78559 Gosheim: „Der Maschinenpark war früher, bedingt durch die sehr speziellen Teile etwa für Kompasse und Navigationsgeräte, recht speziell angelegt. Jedoch engten diese Maschinen uns auch immer mehr ein, weshalb wir zur Bearbeitung kubischer Teile ab 1998 konsequent in Universalmaschinen bzw. in CNC-Bearbeitungszentren investierten. Auf der Hamburger Fachmesse Nortec kamen wir mit Hermle in Kontakt und schließlich fiel die Entscheidung zum Kauf eines CNC-Bearbeitungszentrums C 800 V für die 3- und 4-achsige Präzisions- Bearbeitung eines bestimmten Werkstückspektrums. Damit konnten wir unseren Kunden zunächst bessere Fertigungsleistungen anbieten, was weitergehend dazu führte, dass wir im Jahr 2000 dann mit einem CNC-Bearbeitungszentrum C 600 U den Einstieg in die 5-Achsen- Bearbeitungstechnologie wagten".

Vom Einstieg in die 3- und 4-achsige Bearbeitung zur 5-Achsen-/5-Seiten-Simultan-/Komplettfertigung

Dieser Technologiesprung war die Basis für den Wandel vom reinen Auftragsfertiger hin zu einem Technologiepartner, der seine Kunden (-projekte) in allen Phasen der Produkt-Lebenszyklen begleitet. Die logische Folge daraus betraf ab dem Jahr 2004 dann das Investment in zwei CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren C 30 U für die 5-Achsen-/ 5-Seiten-Simultan- und Komplettbearbeitung. Die beiden BAZ` sind fast identisch ausgestattet und weisen beispielsweise je einen Schwenkrundtisch mit 630 mm Durchmesser, ein Werkzeugmagazin mit 32 Plätzen, eine IKZ-Kühlmittelzuführung, eine Hauptspindel mit Drehzahl 18.000 min1-, die Heidenhain-Steuerung iTNC530, Messtaster Renishaw und ein Werkzeugbruch-Überwachungssystem Wenglor auf. Die ganz bewusste Größenabstufung in Bezug auf Arbeitsräume und Verfahrwege bei den Bearbeitungszentren C 800 V, C 600 U und C 30 U spiegelt den Bedarf wieder, der sich aus der täglichen Auftragsbearbeitung ergibt. Dazu sagte Lars Reeder: „Bei den Frästeilen haben wir Auftragslose von 1 bis 100 Stück und Werkstücke in allen denkbaren Abmessungen sowie Schwierigkeitsgraden aus verschiedensten Materialien zu bearbeiten. Mit Arbeitsbereichen von X = 650, Y = 600 und Z = 500 mm decken wir alle bei uns vorkommenden Werkstückgrößen ab, denn der Fokus liegt nach wie vor auf feinwerktechnischen Präzisionsteilen. Diese fertigen wir wie erwähnt in JIT-Prozessen / Strukturen, so dass wir uns keine Systemausfälle erlauben können. Mit den Hermle-Bearbeitungszentren sind wir auf der sicheren Seite, was Leistungsfähigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und nachweislich auch den Service anbelangt. Den Service kann ich nur als hervorragend bezeichnen und das gibt uns die Gewissheit, dass wir den Kunden immer die gewünschten Leistungen zur Verfügung stellen können. Tagsüber organisieren wir die Einzelteilfertigung und erledigen vor allem die Neuanläufe, nachmittags und am Abend geht es dann bis in die Nacht hinein an die Stückzahlfertigung. So wie wir für unsere Kunden der Lieferant Nr. 1 sein wollen und es meistens sind, sehen wir Hermle als Lieferant Nr. 1 für die CNC-Bearbeitungszentren an und daran wird sich bis auf Weiteres auch nichts ändern".

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