Maschinenfabrik Berthold Hermle AGMaschinenfabrik Berthold Hermle AG

Von Mensch zu Mensch!
Anwenderberichte

Die Produktivitätsformel: 24x7-R

21.11.2013

CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren plus Roboterbeschickung aus und in Werkstückmagazinen - die „Money-Maker.

„Wir sind Ihr Zulieferbetrieb für Präzisions-Dreh- und Frästeile, Baugruppenmontage und Schweißen!" Mit dieser sehr selbstbewussten Aussage agiert das Unternehmen Mawatec AG, CH-2545 Selzach, dessen Ursprünge auf das Jahr 1946 zurückgehen, vor allem im hoch anspruchsvollen Schweizer Markt als Technologie-Dienstleister mit dem Schwerpunkt Zerspanung. Schon zu Gründerzeiten, als damalige Max Wullimann AG, und erst recht ab dem Jahr 2007 als Mawatec AG, fokussierte man sich ausschließlich auf das Segment Zulieferung im Bereich Feinwerk- und Präzisionstechnik, und stand damit auch immer im scharfen Wettbewerb zu ähnlich gelagerten Dienstleistern. Allerdings muss es da schon ein paar signifikante Unterschiede zur in- und zur verstärkt ausländischen Konkurrenz geben. Denn wer im wie besagt hoch anspruchsvollen Schweizer Markt über 90% seines Geschäfts macht, der hat wohl buchstäblich „ein bisschen mehr drauf", als nur Dreh- und Frästeile fertigen zu können. Dominik Lehmann, Geschäftsführer von Mawatec AG, führte dazu aus: „Unser Schwerpunkt liegt eindeutig auf komplexeren Teilen, die wir aus so gut wie allen zerspanbaren Werkstoffen herstellen können. Ob Stahl, Aluminium oder Sonderwerkstoffe wie Titan, Inconel, Magnesium und Molybdän sowie CFK und PEEK, wir sorgen sowohl für die Beschaffung der Materialien als auch die Anwendung geeigneter Verfahren und haben zudem das Knowhow sowie die maschinellen wie das personellen Kapazitäten parat. Wir sind stark in kleineren bis mittleren Serien (50 bis 500 Teile, chargierbare Rahmenaufträge bis 10.000 Stück) und beliefern unsere Kunden auf Wunsch Just in Time." So weit so klar, aber erwähnenswert ist noch auch, dass Mawatec in Sachen Nutzung neuer Technologien ebenfalls immer auf dem Sprung ist und deshalb schon vor über 10 Jahren in die 5-Achsen-Komplett- und 5-Achsen-Simultanbearbeitung einstieg.

Zerspantechnik-Profis evaluieren „sehr“ intensiv...

Den Trend erkennend, dass in der 5-Achsen-Technologie die Zukunft liegt, weil die Teile künftig immer kleiner und durch Funktions-Integration komplexer werden, machten sich die Verantwortlichen von Mawatec um den Leiter Produktion, Roland Stauffenegger, an die Evaluationsarbeit. Im Zeitraum von über einem Jahr wurden Maschinenkonzepte und deren Leistungsfähigkeit für die Präzisions-5-Achsen-Bearbeitung untersucht. Am Ende stand die C-Baureihe von Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, D-78559 Gosheim, sozusagen als klarer Favorit fest. Dazu sagte Roland Stauffenegger: „Das Gesamtkonzept, in dem Fall des CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrums C 30 U, überzeugte uns voll in jeder Hinsicht. Sei es die Konstruktion mit den drei Achsen im Werkzeug und den zwei Achsen im Werkstück, die integrierte Bauweise des NC-Schwenkrundtischs, die enorme Stabilität und Steifigkeit, die sehr gute Zugänglichkeit von vorne wie von oben, die Spindelleistungen, die Steuerung, und nicht zuletzt der bekannt gute Service, mit der C 30 U haben wir die 5-Achsen-Bearbeitung von Anfang an auf eine solide Basis gestellt." Doch Mawatec wäre nicht Mawatec, wenn sie nicht noch mehr herausholen würden als andere. Denn nachdem im Jahr 2005 die erste C 30 U installiert und erfolgreich in Betrieb genommen wurde, stellte man sich bald darauf die Frage, warum man die Maschine über Nacht ungenutzt stehen lässt. In enger Abstimmung mit Hermle und einem externen Roboter-Systemhaus wurden das Werkzeug-Magazin auf 119 Plätze aufgerüstet, die Schnittstellen definiert, und das Werkstück-Handling automatisiert. „Auch hier erwies sich Hermle als kompetenter und sehr hilfsbereiter Partner, der uns während der ganzen Aufrüst- und Integrationsphase intensiv begleitete", so Roland Stauffenegger in einem ersten Resümee. Auf Grund des anhaltend guten Geschäftsgangs, und weil Mawatec mit kreativ-innovativer 5-Achsen-Bearbeitung neue Kunden bzw. Aufträge gewinnen konnte sowie immer mehr relevante Werkstücke auf der C 30 U zur Bearbeitung kamen, entschloss man sich zum Investment in ein weiteres CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 30 U von Hermle. Dieser gegen Ende 2007 installierten Maschine folgte im Herbst 2008 schon das nächste Hermle-BAZ, nämlich nochmals eine C 30 U.

Problemlose Nachrüst-Automation aus einer Hand

Während die als zweite gelieferte Maschine mit dem Standard-Werkzeugmagazin mit 32 Plätzen versehen ist, was für den geplanten Einsatz als universell nutzbare „Springer-Maschine" für Einzelteile, Prototypen und Kleinstserien wohl ausreicht, entschieden sich Roland Stauffenegger und Kollegen dafür, das neue Bearbeitungszentrum C 30 U mit einem auf 189 Werkzeugplätze vergrößerten Wechselmagazin auszurüsten. Außerdem wurden bereits damals alle Optionen geordert und Schnittstellen-Absprachen getroffen, um das BAZ jederzeit auf robotergestütztes Werkstück-Handling hochrüsten zu können. Gesagt und getan, denn gut 18 Monate nach Inbetriebnahme des vorerst letzten BAZ`s C 30 U war es soweit. Jedoch wollte sich Mawatec zum einen die guten Erfahrungen mit Hermle bezüglich der Automatisierungslösungen im erweiterten Umfang zunutze machen. Nämlich dergestalt, dass Hermle mit dem Robotersystem RS2 zur Werkstück-Magazinierung und zum -Handling selbst eine Komplettlösung im Programm hat, und die Integration somit aus einer Hand erfolgen kann. Folgerichtig wurde ein solches RS2 geordert, das aus einem Industrieroboter für Traglasten bis 270 kg, einem Universal-Greifsystem, einem Palettenmagazin mit Schwerlastregalen, einem Rüstplatz zum hauptzeitparallen Be- und Entladen der Paletten, einer kompletten Schutzumhausung mit Zugangstüren, und schließlich einem Leitrechner für die Kommunikation mit dem BAZ C 30 U sowie die Organisation und Überwachung des gesamten Fertigungssystems besteht. Basierend auf dem installierten Grundspannsystem für die Werkstückpaletten hat Mawatec eine eigene Palettenkonstruktion im Einsatz, die ganz speziell an die Bedürfnisse des Handlings und der Positionierung von „sägerauen" oder von „lasergeschnittenen" Rohteilen angepasst sind.

Beste Voraussetzung für 24x7-R!

Der Geschäftsführer Dominik Lehmann erklärte abschließend, warum dieser Weg gewählt wurde: „Wir bearbeiten bzw. handhaben im System zu 95% gesägte oder gelaserte und nicht entgratete Rohteile. Mit unseren Universalpaletten sind wir in der Lage, kleine Teile mit 4,5 x 23 x 19 mm bis hin zu größeren Teile der max. Abmessungen 55 x 450 x 160 mm (Dicke x Breite x Höhe) mit vergleichsweise einfachen Aufnahmen sehr flexibel aufzunehmen. Mit nur zwei unterschiedlichen Spannstöcken sowie ebenfalls nur zwei Greifer zum Wechseln lassen sich die erwähnten 90% an Werkstücken zur Bearbeitung fixieren bzw. handhaben. Sowohl die Spannstöcke als auch die Greifer (max. wären möglich) befinden sich ebenfalls im Depot und werden per Roboter ausgetauscht. Damit haben wir einen sehr hohen Automatisierungs- und Standardisierungs-Grad, der Rüstzeiten und darüber hinaus unproduktive Nebenzeiten einspart also umgekehrt die Produktions-Effizienz erhöht." Je nach Anzahl der bevorrateten Werkstücke ist es theoretisch und praktisch möglich, an sieben Tagen pro Woche jeweils 24 Stunden zu produzieren. Davon gilt es lediglich die Zeiten für Wartung und Service sowie eventuelle weitergehende systeminterne Umrüstungen abzuziehen, weshalb Mawatec der FormeI 24x7-R doch schon sehr nahe kommen. Dass dies hohe Zuverlässigkeit, dauernd hohe Leistungsfähigkeit, reproduzierbar hohe Bearbeitungsgenauigkeit, und schließlich insgesamt eine sehr hohe technische Verfügbarkeit sowie einen perfekten Service bedingt, versteht sich für einen puren Dienstleister wie Mawatec, der auf die Funktionstüchtigkeit der Maschinen angewiesen sind, ganz von selbst. Dass die Schlüsselstellen im Unternehmen Mawatec mit Hermle-Maschinen besetzt sind, spricht nicht nur in dem Fall für sich... .

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