Maschinenfabrik Berthold Hermle AGMaschinenfabrik Berthold Hermle AG

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Anwenderberichte

Sonderwerkzeuge rationell fertigen

21.11.2013

Wie der tschechische Sonderwerkzeuge-Spezialist Hofmeister s.r.o. mit Hilfe von Hermle-BAZ`s die Wünsche der Kunden nach speziellen Zerspanwerkzeugen wirtschaftlich erfüllt.

Czech Made Cutting Tools, und des Weiteren eine über die Grenzen Tschechiens hinaus anerkannte Kompetenz für die Fertigung von Präzisionsteilen - auf diesen kurzen Nenner lassen sich die Aktivitäten des tschechischen Unternehmens Hofmeister s.r.o. bringen, das im Jahr 1990 von Vaclav Hofmeister gegründet wurde.

Konzentrierte dieser sich zunächst auf die Herstellung von Spritzgiessformen sowie von Vorrichtungen und Hilfseinrichtungen für verschiedene Produktionsindustrien, erfolgte mit dem Eintritt von Jindrich Hofmeister die Fokussierung auf die Versorgung der tschechischen metallverarbeitenden Industrien mit Zerspanwerkzeugen und darüber hinaus auf die Zulieferung von Präzisionsteilen.

Heute sind im Unternehmen der Gebrüder Hofmeister in CZ-Pilsen rund 110 Fachkräfte tätig, davon allein etwa 60 in der mechanischen Fertigung. Die anderen Mitarbeiter/Innen teilen sich auf in die Bereiche Verkauf, Anwendungsberatung, Konstruktion, Programmierung, Logistik und Administration.

Hofmeister s.r.o. versteht sich heute zuallererst als Problemlöser für alle denkbaren zerspanungstechnischen Aufgaben und stützt sich dabei sowohl auf ein breites Handelsprogramm an Standardwerkzeugen verschiedener Hersteller als auch insbesondere auf die Kompetenz für Sonderwerkzeuge. Ein drittes Standbein mit Querschnittsfunktion stellt die CNC-Fertigung von Präzisionsteilen für unterschiedliche Industriesegmente dar; wobei sich die Querschnittsfunktion auf die Werkzeug-Kompetenz und auf das Knowhow in der Zerspanung bezieht und demnach den Kunden wie der Hofmeister-eigenen Fertigung zugutekommt. Dass Hofmeister in Tschechien eine herausragende Position einnimmt, belegen nicht zuletzt alle üblichen QS-Zertifizierungen, diverse Auszeichnungen für die intensive Ausbildung der Mitarbeiter und unternehmerische Leistungen sowie auf Patente und Gebrauchsmuster z. B. für ein „multifunktionales Bohrwerkzeug".

Synergieeffekte erkannt und konsequent genutzt

Dass solche Leistungen, die heute in den Märkten Tschechien, Slowakei, Österreich und Deutschland breite Anerkennung genießen, am Ende das Ergebnis sehr guter Mitarbeiter wie eines entsprechend leistungsfähigen Maschinenparks sind, machte Jindrich Hofmeister unmissverständlich deutlich: „Als wir mit dem Werkzeug-Lieferprogramm starteten, wollten wir ein rundes Portfolio aufbauen, um alle Kundenwünsche erfüllen zu können. Es stellte sich jedoch heraus, dass es mehr und mehr Sonderwerkzeugen bedarf, um die anspruchsvoller werdenden Bearbeitungen qualitativ und dabei wirtschaftlich durchführen zu können. Also entschlossen wir uns dazu, aufbauend auf Standardwerkzeugen bzw. Wendeschneidplatten bedarfsgerechte Sonderwerkzeuge herzustellen und trafen damit buchstäblich ins Schwarze. Um die Sonderwerkzeuge rationell und qualitätsgerecht fertigen zu können, setzen wir u. a. auf Präzisions-Werkzeugmaschinen aus Deutschland, nämlich zum Beispiel zwei 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle. Mit diesen konnten wir unsere Bearbeitungs-Möglichkeiten entscheidend ausweiten und gleichzeitig Kapazitäten schaffen, die wir mit der Werkzeugfertigung und zerspanungstechnischen Dienstleistungen im 2- bis 3-schichtigen Betrieb voll ausnutzen."

Das Hermle-Bearbeitungszentrum C 20 U wurde im Jahr 2008 beschafft, das BAZ C 40 U dann im Jahr 2011. Mit dem BAZ C 20 U wie mit dem größeren BAZ C 40 U sind vor allem die Grundhalter komplexer Sonderwerkzeuge dank 5-Achsen-Technologie deutlich schneller, durchgängig präziser, und vor allem auch sehr viel flexibler herzustellen, als dies zuvor der Fall war. Früher wurde nämlich in klassischer Manier mehrstufig, also auf mehreren Maschinen, gefertigt, was natürlich Übertragungs-Toleranzen und damit Qualitätsprobleme mit sich brachte, deren Beseitigung wiederum einen erhöhten Spanntechnik-, Einrichte-, Handling- sowie Nacharbeitsaufwand nach sich zog.

5-achsige Komplettbearbeitung komplexer Werkzeuge

„Das ist heute wegen der weitgehenden Komplettbearbeitung auf den Hermle-Maschinen kein Thema mehr", wie Pavel Kozmin, bei Hofmeister verantwortlich für die Entwicklung, Konstruktion und Qualitätssicherung, sichtlich zufrieden feststellte. Außerdem äußerten er und seine Kollegen in der Fertigung sich sehr löblich über die Leistungsfähigkeit, die hohe Anwendungs- und Einsatzflexibilität sowie die Standfestigkeit und die Langzeitpräzision der beiden Hermle-Bearbeitungszentren C 20 U und C 40 U. Die Hofmeister-Werkzeuge bzw. Sonderwerkzeuge werden in Tschechien über 10 Händler vertrieben und demnach sind jeden Tag neue zerspanungstechnische Herausforderungen zu meistern. Da kommt es ganz besonders auf eine schnelle Reaktion und die termingerechte Umsetzung hinsichtlich der Kundenwünsche an.

Dies ist einer der Gründe, warum sich Jindrich Hofmeister und seine Mitarbeiter dazu entschlossen, nicht nur zwei in der Größe sprich: im Arbeitsraum doch verschiedene Bearbeitungszentren von Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, D-78559 Gosheim, einzusetzen, sondern auch unterschiedliche Ausstattungen zu wählen. So ist das 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 20 U mit dem NC-Schwenkrundtisch 280 mm Durchmesser, der Hauptspindel mit Drehzahl 18.000 min-1, 30 Werkzeugplätzen, der Steuerung iTNC 530 von Heidenhain, einer IKZ-Anlage für innere Kühlmittelzuführung, und schließlich einer Werkzeugaufnahme HSK-A63 ausgestattet. Auf diesem BAZ werden die allermeisten Werkzeug-Grundkörper sowie anspruchsvolle Kundenwerkstücke gefertigt, während dem größeren 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 40 U u. a. die Bearbeitung lang auskragender Werkzeughalter sowie spezieller Langteile zukommt.

Mit zwei BAZ`s ein sehr breites Teilespektrum bewältigen

Dafür ist das Hermle-BAZ C 40 U mit einem automatischen Gegenhaltersystem samt Pneumatik-Erweiterung ausgestattet, um auch längere Sonderwerkzeug-Grundkörper und dünnere, labilere Präzisionsteile Maß genau und in bester Qualität herstellen zu können.

Das Hermle-BAZ C 40 U weist dafür außerdem einen NC-Schwenkrundtisch mit 420 mm Durchmesser, eine Hauptspindel mit Drehzahl 10.000 min-1, ein Werkzeugmagazin mit 38 Plätzen, ein IKZ-System, eine Heidehain-Steuerung iTNC 530 und eine Werkzeugaufnahme HSK-A63 auf. Zudem sind beide Hermle-Bearbeitungszentren mit Renishaw-Messtastern ausgerüstet sowie für den mehrschichtigen Betrieb mit Werkzeug-Überwachungs-/Bruch-Kontrollsystemen komplettiert, um eine möglichst hohe Prozesssicherheit zu gewährleisten.

Abschließend meinte Jindrich Hofmeister: „Aktuell haben wir zu 50% Sonderwerkzeuge und zu 50% anspruchsvolle Kundenteile zu fertigen, mit steigender Tendenz bei Werkzeugen. Aus diesem Grund haben wir den personell durchgängig besetzten dreischichtigen Betrieb nun um den mannarmen einschichtigen Betrieb am Wochenende erweitert. Mit den bereits im Standard umfangreichen Werkzeugmagazinen der Hermle-BAZ`s können wir somit komplexe Werkzeug- und Teilebearbeitungen mit längerer Laufzeit und per Mehrmaschinen-Bedienung am Wochenende erledigen, wodurch der Durchsatz und die Wirtschaftlichkeit der Fertigung steigen und die Kunden noch schneller zu den gewünschten Sonderwerkzeugen kommen".

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