Maschinenfabrik Berthold Hermle AGMaschinenfabrik Berthold Hermle AG

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Anwenderberichte

Präzisionsgefräste Bauteile für Mikropositioniersysteme Märzhäuser Wetzlar GmbH & Co. KG

21.11.2013

Vom kompromisslosen Streben nach Präzision in Perfektion, oder: Warum Märzhäuser Wetzlar für die Produktion seiner hochgenauen Mikropositioniersystem-Bauteile größtenteils auf CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle setzt.

Beim Technologie-Unternehmen Märzhäuser Wetzlar GmbH & Co. KG, 35579 Wetzlar, steht höchste Genauigkeit immer im Fokus! Dies bezieht sich sowohl auf Mikroskoptische, Messtische, Steuerungen, Bedienelemente und Motorische Feinfokussierung als auch auf Komplettsysteme wie z. B. automatisierte Handlingsysteme. Die Hersteller und Anwender so genannter mikroskopischer Systeme wissen weltweit die garantierte Präzision, Funktionalität, Langzeit- Genauigkeit und Bedienfreundlichkeit der Produkte von Märzhäuser Wetzlar zu schätzen; weshalb es kaum verwundert, dass Märzhäuser in diesem Segment eine führende Position innehat. Die Grundlagen dafür schufen die Gebrüder Heinz und Walter Märzhäuser im Jahr 1946, als sie sich mit der Herstellung von Präzisionsteilen für die Mikroskopie selbständig machten. Den internationalen Durchbruch schafften sie 1962 mit der Entwicklung des ersten und bis heute rund um den Erdball meistverkauften Mikromanipulators MM 33. Weitere Milestones von Märzhäuser Wetzlar stellen die Entwicklung des ersten Scanningtisches mit Spindelantrieb (1980), die Übergabe an die Söhne Günter und Stephan Märzhäuser (1984), die weitere Entwicklung eines Scanningtisches mit Linearantrieb für die Mikroskopie (2005), die Entwicklung einer Hochleistungs-Schrittmotorsteuerung mit 819.200 µSteps/Umdrehung (2006), die Entwicklung der verschleißfesten Oberflächenbeschichtung CERASIST® (2007) sowie die Entwicklung des Märzhäuser SlideExpress (Automatisiertes Probenhandling für aufrechte Mikroskope in 2012) und des Märzhäuser TrayExpress (Automatisierte und universelle Probenhandhabung für inverse Mikroskope in 2013) dar. Der in 2. Generation inhabergeführte Hightech-Betrieb beschäftigt heute 170 Fachkräfte.

Höchste Ansprüche an Genauigkeit und Qualität

Der Geschäftsführer Dipl.-Ing. Günter Märzhäuser zu den sehr hohen Ansprüchen der Kunden und Anwender von Mikrospkopiesystemen: „Wir haben alle international namhaften Hersteller von Mikroskopen als Erstausrüster-Kunden und mit denen machen wir als OEM-Geschäft etwa 75% unseres Umsatzes. Die restlichen 25% betreffen kundenspezifische Lösungen bzw. Komplettsysteme. Sämtliche Produkte werden von uns in Eigeninitiative sowie in enger Zusammenarbeit mit den Kunden bzw. Anwendern entwickelt und konstruiert und dann in Eigenregie komplett gefertigt. Dies gilt insbesondere für alle mechanischen Bauteile, die ja elementar für die geforderte Präzision und Langzeit-Genauigkeit sind. Die maximale Fertigungstiefe sehen wir als unerlässlich an, um die Präzision der Bearbeitungen und damit die reproduzierbare Qualität sicherstellen zu können. Außerdem verfügen wir so über die notwendige Reaktionsfähigkeit und Flexibilität zur Individual-Fertigung des sehr großen Werkstückspektrums, das aus ca. 6.500 lebenden Bauteilen besteht." Entsprechend hoch sind auch die Ansprüche an die Fertigung, in der in den einschlägigen Technologien Fräsen, Drehen und Läppen aktuell 80 Fachkräfte tätig sind und die mit 19 CNC-Präzisions-Werkzeugmaschinen über einen hochmodernen, auf Präzision, Qualität und Leistung getrimmten Maschinenpark verfügen. Da es sich vielfach um kubische oder genauer um eher flache kubische Werkstücke handelt, macht Fräsen/Bohren/Reiben/Gewindebohren den Löwenanteil der Präzisions-Bearbeitung aus, wobei dem Wort „Präzision" eine besondere Bedeutung zukommt: „Wir reden hier bei nicht klimatisiertem Betrieb von reproduzierbarer Positionier-Genauigkeit im Bereich von unter einem µm und von Mikro-Höhenunterschieden im Bereich von unter 200 nm in der flächigen Teilebearbeitung. Da haben Kompromisse gar keine Chance, weshalb wir zum Präzisionsfräsen seit 1999 und bis heute konsequent auf mehrere CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle setzen", so der Betriebsleiter von Märzhäuser Wetzlar, Dipl.-Betriebswirt Volker Reinhardt.

In Treue fest... in logischer Konsequenz und aus kühler Berechnung...

Den Anfang machte im Jahr 1999 ein CNC-Bearbeitungszentrum vom Typ C 800 V, dem ein Jahr später eine Maschine des Typs C 800 U und wieder ein Jahr später ein CNC-BAZ der Baureihe C 600 V folgte. Ab 2005 ging es mit einem CNC-Hochleistungs-BAZ der neuen C-Generation, nämlich einem C 40 V weiter und dieser folgte im Jahr 2012 ein weiteres C 40 V. Wie erwähnt, weisen bis auf das CNC-BAZ C 800 U alle anderen Hermle-Maschinen als V-Variante einen starrem Aufspanntisch auf, was seine guten Gründe hat, wie Volker Reinhardt weiter ausführte: „Wir haben uns früher in Bezug auf Genauigkeit und Reproduzierbarkeit buchstäblich herumgeplagt und verschiedene Maschinen-Hersteller in Betracht gezogen, bevor wir uns dann nach wirklich überzeugenden Fräsversuchen für Hermle entschieden. Bei uns steht eben nicht die komplexe 5-Seiten-Komplettbearbeitung im Vordergrund, sondern die hochgenaue Komplettbearbeitung besagter flächiger Werkstücke. Denn die einzelnen Hochpräzisionsbauteile müssen am Ende ein hochgenaues ein- oder auch mehrachsiges Mikroskoptisch-System ergeben, weshalb wir alle Teile in sehr engen Grenzen zu fertigen haben. Die Highprecision-Bauteile aus speziellem Aluminium bearbeiten wir ausschließlich auf Hermle-Maschinen, wobei wir je nach Werkstück-Komplexität Laufzeiten von 3 bis 30 Minuten haben. Das erklärte Ziel ist, die Teile jeweils quasi einbaufertig von den Maschinen zu bekommen, ausgenommen natürlich das Oberflächen-Finish durch Beschichten."

Für die Anwender ein stimmiges Paket!

In der durch Chargengrößen von 1 bzw. zwischen 20 und 30 Stück gekennzeichneten Auftrags- oder auch der sporadischen Pufferfertigung für das Bauteile-Lager nehmen die Hermle-Bearbeitungszentren nun schon seit vielen Jahren eine zentrale Rolle ein. Zu den „Pro Hermle-"Hauptgründen von Märzhäuser Wetzlar zählten und zählen solche Faktoren wie modifizierte Gantry-Bauweise für höchste Stabilität und Steifigkeit, hohe Präzision und absolut hohe Reproduzierbarkeit sowie Langzeit-Genauigkeit, sehr hohe Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit ab „Stange", das einheitliche Steuerungs- und Bedienkonzept, und nicht zuletzt der schnelle, kompetente und mit allen relevanten Ersatzteilen bestückte Service. Abschließend meinte der Präzisionstechnik-Spezialist Günter Märzhäuser: „Schon mit dem damals beschafften Bearbeitungszentrum C 800 V erhielten wir ein Paket von der Stange, mit dem wir rasch in neue Fertigungs-Genauigkeiten vorstießen. Da passte einfach alles und anlässlich eines Referenzbesuches in der Nachbarschaft erhielten wir dann die endgültige Bestätigung dafür, mit Hermle den richtigen Partner ausgewählt zu haben. Mit den aktuell fünf Bearbeitungszentren von Hermle verbinden wir eine Kombination solcher Attribute wie hohe Teilegenauigkeit, reproduzierbare Qualität, jederzeit nutzbare Anwendungs- und Nutzungs-Flexibilität sowie kalkulierbare Produktivität. Für uns als Selbstfertiger mit hohem Wertschöpfungsanteil eben in der Herstellung der Mikropositioniersysteme ist das ein ganz wichtiger Wettbewerbs-Faktor, weshalb wir nach wie vor auf die Partnerschaft mit Hermle bauen."

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