Maschinenfabrik Berthold Hermle AGMaschinenfabrik Berthold Hermle AG

Von Mensch zu Mensch!
Anwenderberichte

Anwendervorteil durch Pragmatiker-Package

24.01.2013

Mit Ersatzbeschaffungen und Ergänzungsinvestitionen fing es an, und mit dem Ausbau von Technologien und Kapazitäten ging es weiter: Beim Werkzeugbau Otto Huss GmbH bilden Hermle-Bearbeitungszentren seit über 15 Jahren den „Roter Faden" der Firmenentwicklung.

Erst wenn man die Möglichkeiten und die Vorteile moderner Bearbeitungszentren erkannt und realisiert hat, kann man mit den CNC-Anlagen Dinge machen, an die man zunächst gar nicht dachte...!" In diesem von Pragmatismus geprägten Spruch von Dipl.-Ing. Thomas Birkelbach, Geschäftsführender Gesellschafter der Werkzeugbau Otto Huss GmbH, 58849 Herscheid-Hüinghausen, stecken zum einen die Erfahrungen aus zig Jahren Teilefertigung und anspruchsvollem Werkzeugbau. Zum anderen lässt sich daraus die Erkenntnis ableiten, dass man mit einem leistungsfähigen Partner viel um nicht zu sagen noch mehr erreichen kann, als man sich anfangs vorstellte. Folglich spiegelt die Geschichte der heutigen Firma Werkzeugbau Otto Huss GmbH auch ein ganzes Stück Technologie-Entwicklung im Bereich Fräsen bzw. 5-Achsen-Komplettbearbeitung wieder. Im Jahr 1976 als Firma Spangenberg gegründet und später als Spangenberg/Huss OHG weitergeführt, standen am Anfang die Konstruktion und der Bau von Stanzwerkzeugen im Vordergrund. Später kamen dann erste Dienstleistungen als Lohnfertiger sowie ab Mitte der 80er-Jahre die Etablierung als Lieferant von Standardplatten und kundenspezifischen Grundplatten sowie von Komponenten für den Werkzeug- und Formenbau dazu. Um dem immer stärker werdenden globalen Wettbewerb im Werkzeugbau nicht ausgeliefert zu sein, diversifizierten Thomas Birkelbach und seine Mitarbeiter weiter in Richtung Zerspanungstechnik-Dienstleistungen. Heute macht dieser Bereich rund 2/3 des Geschäfts aus, während 1/3 den eigenen Werkzeugbau sowie die Anfertigung von Werkzeugbau- und Ersatzteilen für Abteilungen in Produktionsbetrieben bzw. für Werkzeug- und Formenbaubetriebe betreffen.

Motto: So viel, wie ohne Einschränkungen erforderlich

Das Unternehmen Otto Huss GmbH beschäftigt heute knapp 60 Fachkräfte, davon über 30 in der Produktion sprich: in der mechanischen Fertigung und Montage. Als um das Jahr 1987 der erwähnte Schwenk in Richtung Lohnfertigung, Produktion und Sonderbearbeitung von Werkzeug-/Formenbau-Platten zu vollziehen war, galt es einerseits erforderliche Kapazitäten zu schaffen und andererseits zukunftsorientiert, nämlich in ein CNC-Bearbeitungszentrum, zu investieren. Dazu sagte Thomas Birkelbach: „Wir wollten einen deutschen Hersteller und waren bereit, für Leistung zu bezahlen. Außerdem wollten wir zwar Erfahrungen sammeln, hatten aber das Ziel, ohne Umstände und Verrenkungen Freiformflächen rationell bearbeiten zu können, klar vor Augen. In der Evaluationsphase kamen wir mit Hermle in Kontakt und ließen uns vom damals unkonventionellen Konzept der Baureihe C 800 V überzeugen. Mit dem Mineralgussbett und den drei Achsen im Werkzeug waren wir uns sicher, sämtliche damals anstehenden Bearbeitungsanforderungen präzise erfüllen zu können". Gesagt und getan und so wurden auf dem BAZ C 800 V ab dem Jahr 1997 u. a. auch anspruchsvolle Freiformflächen gefräst. Auf Grund der sehr guten Erfahrungen folgte der C 800 V dann 1999 eine Hermle-Universalfräsmaschine vom Typ U 630 S, „weil wir ein bestimmtes Anforderungsprofil hatten und dieses mit einer U 630 S optimal zu erfüllen war", so Thomas Birkelbach. Nach dieser Philosophie handeln die Verantwortlichen im Hause Werkzeugbau Otto Huss GmbH bis heute, wobei die weiteren Investitionen in CNC-Bearbeitungszentren ganz klar in Richtung High End- also 5-Seiten-/5-Achsen-Komplett- bzw. 5-Achsen-Simultan-Bearbeitung verliefen. Mit einem CNC-5-Achsen-BAZ vom Typ Hermle C 40 U wurde im 2003 der Einstieg in die 5-Achsen-Technologie vollzogen und schon im Jahr 2007 folgte mit einem Hermle-BAZ der Baureihe C 20 U eine weitere 5-Achsen-Anlage.

Wenn 3 Achsen und Tricks nicht mehr ausreichen...

Dass man trotz aller Zufriedenheit mit den Hermle-BAZ`s und der Affinität zur 5-Achsen-Technologie nicht ohne weiteres bereit ist, bei Neuinvestitionen in CNC-Bearbeitungszentren über das Ziel hinauszuschießen, macht ein Investitionspaket, bestehend aus einem CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U und einem CNC-Bearbeitungszentrum B 300 V - natürlich beide von Hermle - deutlich. Sehr bestimmt und selbstbewusst führte Thomas Birkelbach dazu aus: „Mit dem, wenn man so will, damals technisch vereinfachten Investment in die Universalfräsmaschine U 630 S beseitigten wir Engpässe, die sich durch die zu geringe Leistungsfähigkeit anderer Bohr-/Fräsmaschinen für vorbereitende Arbeiten am Bearbeitungszentrum C 800 V ergaben. Dieselbe Problematik stellte sich vor kurzem wieder heraus, als wir weitere 5-Achsen-Kapazitäten schaffen wollten, sich jedoch wiederum Engpässe bei den Kapazitäten für die Vorarbeiten abzeichneten. Folgerichtig analysierten wir den Bedarf nochmals und entschieden uns dann, um die 5-Achsen-Bearbeitungszentren nicht mit unterfordernden und damit auch unwirtschaftlichen Bearbeitungen zu belegen, erneut für ein Splitting zwischen 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitung und hocheffizienter 3-Achsen-Vorfertigung". Mit dem im Jahr 2012 erfolgten Doppel-Investment in ein CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U sowie in ein CNC-Bearbeitungszentrum B 300 V wurden in der Werkzeugbau- und Platten-Fertigung sowie für die Lohnbearbeitung die benötigten Kapazitäten, und darüber hinaus noch mehr Nutzungs-Flexibilität geschaffen.

Mit der C 42 U das Leistungsspektrum erhöht

Mit dem Investment in das CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U wurde auch betriebsintern die Messlatte ein Stück höher gelegt. Der Arbeitsbereich von 800 x 800 x 550 mm erlaubt, inklusive Nutzung des integrierten NC-Schwenkrundtisches 800 x 630 mm (Störkreis = 800 mm) und einer Traglast von 1.400 kg, die 5-Seiten- bzw. 5-Achsen-Komplett- oder eben die Simultanbearbeitung an großformatigen Werkstücken. Dies in einer bis möglichst wenigen Aufspannungen, was in diesen Dimensionen bisher nicht der Fall war. Damit wird Huss auch dem Trend nach immer größeren Werkzeugen bzw. entsprechend komplexeren Werkzeug-Komponenten gerecht und kann seinen Kunden ein Leistungsplus bieten. Dem Zwang zur Komplettbearbeitung kommt auch das standardmäßig mit 42 Plätzen versehene Werkzeugmagazin entgegen. Denn damit sind ohne größere Werkzeug-Rüstung sehr komplexe Bearbeitungen möglich. Satte Beschleunigungen, die bei der hier installierten Dynamik-Version bis 10 m/s2 erreichen sowie Eilgänge bis 60 m/min (Dynamik-Version), und schließlich schnelle Werkzeugwechsel (Span-zu-Span-Zeit = 4,5 s), helfen die unproduktiven Nebenzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Daraus wiederum resultiert ein spürbarer Zuwachs an Produktivität pro Zeiteinheit. Die 18.000er Spindel und ein max. Drehmoment von 180 Nm (20 kW Leistung) erlauben, kombiniert mit der Werkzeugaufnahme HSK A 63, den universell-flexiblen Einsatz für die Zerspanung unterschiedlichster Werkstoffe mit den verschiedensten Werkzeugen. Die weitere Anwendungs- und Nutzungs-Flexibilität ergibt sich in der Praxis sowohl seitens des leistungsbezogen mehrstufigen CNC-Maschinenparks an Hermle-Bearbeitungszentren, die zudem alle über Heidenhain-Steuerungen (TNC 430 PB und TNCi 530) verfügen, als auch seitens der Philosophie der Mehrmaschinen-Bedienung durch jeweils eine Fachkraft.

Das Pragmatiker-Package: C 42 U und B 300 V

Wann immer möglich und technisch sowie wirtschaftlich sinnvoll, wird 3-achsig bearbeitet. Wann immer erforderlich bzw. 3-achsig nicht mehr ausreicht, geht es auf ein 5-Achsen-BAZ. Dabei spielen natürlich die Anstellmöglichkeiten für die Werkzeuge (möglichst kurze...) als auch das Umspannen sowie die mehrseitige Komplettbearbeitung in wenigen bis nur einer Aufspannung eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus wird z. B. die Mehrmaschinen-Bedienung auch dahingehend praktiziert, dass ein Bediener auf einem 5-Achsen-BAZ unter Aufsicht kritische Bearbeitungen durchführt, während das zweite 5-Achsen-BAZ etwa für die Fertigung von Ersatzteilen oder kleinen Serien mehr oder weniger mannlos betrieben wird. Thomas Birkelbach meinte abschließend: „Wegen der Einzelteil- und Kleinserienfertigung haben wir im Bereich CNC-Bearbeitung hohe Auftrags- bzw. Kapazitätsschwankungen zu berücksichtigen. Deshalb haben wir auch keine Personaldecke für einen vollen Zweischicht-Betrieb sowie keine Ausrüstung für den Dreischicht-Betrieb, sondern fangen die zweite und eventuell dritte Schicht mit den angepassten Produktionsstrukturen aus kombinierter Vor- und Komplett-Bearbeitung plus Mehrmaschinen-Bedienung ab. Um für unsere Kunden die Kapazitäten bereit- und sicherzustellen, sind wir immer moderat mitgewachsen, sowohl die Auftragsumfänge als auch Werkstückgrößen und Bearbeitungsanforderungen betreffend. Dabei mussten wir auch oftmals schnell reagieren, um nicht ins Hintertreffen zu gelangen. Da ist es schon eminent wichtig zu wissen, dass man einen starken und leistungsfähigen Partner wie Hermle hat. Mit der Basis aus Mineralguss und als Hakenmaschinen sind die Hermle-Bearbeitungszentren in der Praxis wirklich schnell aufzustellen, in Betrieb zu nehmen und produktiv einzusetzen. Da wir zudem seit Jahren vom gleichen Außendienstmitarbeiter Andreas Härtter sehr gut betreut werden, und weil es beim Service buchstäblich auch nichts zu meckern gibt, setzen wir weiter auf die bewährte Zusammenarbeit mit der deutschen Hermle AG".

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