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Anwenderberichte

Qualität entscheidet - Werkzeug-Fertigung bei Reis Robotics

21.11.2013

Reis Robotics ist ein international erfolgreicher Hersteller von Automationsanlagen, von denen ein großer Teil in der Automotive Industrie eingesetzt werden. Das fränkische Unternehmen fertigt unter anderem eine Vielzahl von Werkzeugen für seine Entgratpressen, die überall dort zum Einsatz kommen, wo Gussteile produziert werden. So sind jährlich Tausende Fertigungsaufträge in Bearbeitung. Eine ausgefeilte Auftragssteuerung beschickt u. a. 14 Hermle-Bearbeitungszentren direkt mit CAD-Daten, so dass in einer Mehrschichtfertigung alle Aufgaben zeitnah bewältigt werden.

Die Reis Robotics Firmengruppe, gegründet 1957, mit ihrer Unternehmenszentrale in Obernburg am Main gehört zu den Marktführern für Automationsanlagen. Die Lösungen vereinen gleichermaßen Reis Roboter wie auch Automationskomponenten anderer Fabrikate. Das Unternehmen konzipiert und liefert komplette Automationssysteme als Generalunternehmer aus einer Hand und ist heute einer der bedeutendsten Integratoren für alle wichtigen Industriebranchen. Zu dem breiten Produktprogramm gehören neben Spezialrobotern besonders auch Automationskomponenten für die Gießereitechnik. Hier haben die zuverlässigen Entgratpressen international einen hohen Bekanntheitsgrad und eine große Verbreitung. Als Systemlieferant liefert Reis Robotics seinen Kunden meist auch die entsprechenden Werkzeuge, Formen und Vorrichtungen, beispielsweise für den Einsatz mit Entgratpressen. Etwa 1.400 Menschen sind bei Reis Robotics weltweit mit der Entwicklung, Projektierung, Konstruktion, Komponenten-Fertigung und Integration komplexer Automatisierungslösungen beschäftigt. Die Produktion erfolgt im Wesentlichen an zwei Standorten, am Stammsitz in Obernburg sowie in Tschechien. Allein in Obernburg arbeiten rund 850 Personen, davon mehr als 70 Auszubildende.

„Bei den Werkzeugen, die wir für unsere Kunden fertigen, kommt es auf höchste Genauigkeit an, denn ein komplettes Werkzeug besteht nicht selten aus Hunderten von Einzelkomponenten", so Udo Schwind, Fertigungsleiter für alle Werke von Reis Robotics, und fährt fort: „Jede kleinste Nachlässigkeit an den Einzelteilen würde sich zu einem insgesamt nicht ausreichend genauen Werkzeug addieren. Aus diesem Grund ist Genauigkeit ein entscheidendes Qualitätskriterium für uns."

Um den hohen Ansprüchen der Kunden aus vielen Branchen sowie den eigenen sehr hohen Ansprüchen an die Leistungsfähigkeit, Qualität und Langzeit-Zuverlässigkeit gerecht zu werden, setzt Reis Robotics auf maximale Fertigungstiefe. Zumal diese auch den Vorteil hat, schnell auf veränderte Anforderungen, auf kurzfristig angepasste Prioritäten, auf Terminarbeiten und dergleichen mehr reagieren zu können. Eine wesentliche Voraussetzung für eine effiziente Teilefertigung stellt natürlich die Kombination aus hochqualifiziertem Fachpersonal und modernstem Maschinenpark dar, weshalb Reis Robotics in dieser Hinsicht keine Kompromisse eingeht. „Höchste Qualität durch erstklassige Ausstattung", lautet die Devise speziell in der mechanischen Fertigung. 83 Mitarbeiter/Innen sind zumeist im Zwei- und Dreischichtbetrieb zugange, um alle Komponenten und Werkzeuge zeitnah herstellen zu können.

Genauigkeit und Zuverlässigkeit entscheiden

Udo Schwind weiter: „Als Automatisierungs-Spezialist legen wir natürlich auch in der eigenen Fertigung die Messlatte sehr hoch. So arbeiten wir mit integrierter Datenkopplung, um die CAD-Daten aus der Konstruktion direkt in CNC-Programme umzusetzen, die dann auf den Hermle Maschinen sofort lauffähig sind. Dazu setzen wir im Vorfeld auch Simulationen ein, um Störungen oder Werkzeugkollisionen auszuschließen. In Verbindung mit entsprechend leistungsfähigen Maschinen erhöht dies die Effizienz spürbar, minimiert Fehlerpotentiale und reduziert Durchlaufzeiten in der gesamten Prozesskette der Fertigung. Das Herz unseres Maschinenparks für kubische Teile sind unter anderem die CNC-Bearbeitungszentren von Hermle. Mit unserer hohen Fertigungstiefe sichern wir daher die Qualität eines jeden Bauteils von der ersten Wertschöpfungsstufe an. Die notwendige Bearbeitungs-Kapazität sichern bei uns u. a. 14 Hermle-Bearbeitungszentren."
Wie konsequent sich die zentrale Planung und Fertigung vor Ort bei Reis Robotics darstellt, verdeutlichen zwei Zahlen: 24 Mitarbeiter/Innen sind in der AV, Planung, Technischem Einkauf, CAD-/CAM-Programmierung und QS tätig. Zusätzlich sorgen rund 60 Mitarbeiter im Zwei- bis Dreischichtbetrieb dafür, dass die „Späne fliegen".

Das Spektrum der Hermle CNC-Bearbeitungszentren bei Reis Robotics

Der Einsatz ist so vielfältig wie die Bearbeitungsaufgaben, weshalb in den Fertigungsstätten CNC-Bearbeitungszentren der Baureihen C 800 V (3x), C 800 U (1 x), B 300 (6 x), C 30 U (1 x), C 40 U (2x ) und C 42 U installiert sind. Die Maschinen verfügen über eine weitgehend identische Steuerungs-Ausrüstung (Heidenhain iTNC 530 bzw. HSCI). Die Unterschiede liegen in den Arbeitsräumen sowie der Ausrüstung als 3- bis 5-achsige CNC-Bearbeitungszentren sowie NC-Schwenkrundtischen mit Durchmessern von 630 mm bzw. 800 mm oder auch mit und ohne Zusatz-Werkzeugmagazine. Dadurch eröffnen sie im Verbund eine maximale Anwendungs-, Bearbeitungs- und Nutzungs-Flexibilität.

Komplexe Werkzeugteile automatisch fertigen

Damit eben das „Späne machen" sowohl qualitativ als auch effizient und damit buchstäblich wirtschaftlich vonstatten geht, wurde das vor zwei Jahren angeschaffte und für Reis Robotics bis dato größte 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum vom Typ C 42 U mit einem Palettenwechsler PW850 geordert. Dieses Bearbeitungszentrum ist schon von der Basis her auf die Funktion als zentrale Komponente eines multifunktional nutzbaren Fertigungssystems ausgelegt und weist daher einige Besonderheiten auf: Eine Hauptspindel mit 18.000 min-1, ein Zusatzmagazin für weitere 87 Werkzeuge, einen NC-Schwenkrundtisch mit Torqueantrieb und Aufspannfläche 800 x 630 mm, ein Paletten-Spannsystem, automatische Kabinentür plus Automatikdach-Verriegelung, eine IKZ- Anlage mit 80 bar sowie Messtaster und Werkzeugmesssystem bzw. Bruchüberwachung. Kombiniert mit dem Palettenwechsler PW 850, der Paletten der Größe 630 x 630 mm aufnimmt bzw. handhabt, verfügt Reis Robotics mit der C 42 U plus PW 850 bereits über alle Funktionalitäten eines Flexiblen Fertigungs-Systems (FFS).
Udo Schwind zur Philosophie der meist durchgängigen Ausrüstung mit CNC-Bearbeitungszentren von Hermle:„In Obernburg fertigen wir alle kleinen bis mittleren Werkzeug-Komponenten und Vorrichtungsteile, während die Fertigung der Großteile in Tschechien stattfindet. Hauptsächlich bearbeiten wir auf den Hermle-Maschinen Schnittstempel, Schnittmesser und Niederhalter aus dem Werkzeugstahl 1.2379. Je nach Fertigungsgrad sind die Werkzeugteile sekundär geglüht oder wir führen Hartbearbeitung durch."

Fazit

Wenn man Udo Schwind nach seinen Entscheidungsgründen für die Bearbeitungszentren von Hermle fragt, nennt er spontan seine beiden wichtigsten: „Genauigkeit und der erstklassige Service von Hermle." So habe er bei einem Schaden oder Stillstand noch nie länger als einen Tag warten müssen, bis die Produktion wieder lief - und das sei bei anderen Anbietern durchaus nicht immer der Fall.

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