Maschinenfabrik Berthold Hermle AGMaschinenfabrik Berthold Hermle AG

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Anwenderberichte

(K)Eine Frage der Teiledimensionen

31.12.2014
Von links Jan Kusters, Geschäftsführer von Kusters Precision Parts und rechts Geert Cox, Managing Director von Hermle Nederland B.V., vor dem als Stand-alone-Anlage betriebenen 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 50 U zur Fertigung von Großteilen

Mit 5-Achsen-Bearbeitungs-Knowhow, sich ergänzenden Maschinen-Arbeitsbereichen sowie angepasstem Automatisierungsgrad im scharfen Wettbewerb dauerhaft in der Erfolgsspur.

„Experts in precision parts“ und das seit über 40 Jahren, mit dieser Philosophie – und dem damit verbundenen Angebot an Bearbeitungs-Technologien sowie montagetechnischen Dienstleistungen – zählt  das Unternehmen Kusters Precision Parts im niederländischen  Oss zu den mehr denn je gefragten Dienstleistern, die sich über Jahre hinweg von der klassischen verlängerten Werkbank zum fertigungstechnischen Technologie-Partner entwickelt haben. Szenenwechsel: Vor gut 10 Jahren behandelte eine Anwenderreportage, bei dem damals noch unter Kusters Metaalbewerking Oss bv firmierenden Betrieb, das in die Zukunft gerichtete Thema „5-Achsen-Fräsen in neuen Dimensionen“. Bereits damals konnte der Sohn des Firmengründers, der heutige Geschäftsführer Jan Kusters, berichten, dass er auch in der 5-Achsen-Technologie auf die Kompetenz und das Knowhow des langjährigen Maschinenlieferanten Berthold Hermle AG, D-78559 Gosheim, baut. Folgerichtig bestand der Maschinenpark im Jahr 2003/2004 zwar aus 17 CNC-Fräs- und Drehzentren, wovon jedoch 11 aus dem Hause Hermle kamen. Dazu zählten sowohl CNC-Universalfräsmaschinen als auch besonders die innovativen CNC-Bearbeitungszentren der C-Baureihe von Hermle für die rationelle und hochgenaue 4- und 5-Achsen-Bearbeitung. Mit der Vorstellung des neuen 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrums C 40 U im Herbst 2002, sahen Jan Kusters und Kollegen nach damaliger Aussage „die Zeit für eine ganz neue Dimension des Fräsens gekommen“, und stiegen mit dem besagten 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum  C 40 U in diese Technologie ein. Diese Beschaffung sollte sich als entscheidender Schritt für den weiteren Unternehmenserfolg herausstellen. Denn Kusters Precisions Parts hat sich in den vergangenen 10 Jahren ständig weiterentwickelt, beschäftigt heute 40 Fachkräfte anstatt damals 25, arbeitet heute mit 20 anstatt früher 11 Hermle-Bearbeitungszentren, und bietet den Kunden heute ein Spektrum an Fertigungstechnologien, das die Disziplinen Fräsen, Drehen, Funkenerodieren sowie Schleifen umfasst und durch Messtechnik und Montage ergänzt wird.

Arbeitsbereich (1.000 x 1.100 x 700 mm, X-Y-Z) des 5-Achsen-BAZ`s C 50 UP und den NC-Schwenkrundtisch mit 700 mm Durchmesser für Paletten 800 x 800 mm zur Aufnahme von Werkstücken mit einem Gewicht bis 2.000 kg

Neue Dimensionen oder: Werkstücke in „Schuhboxgröße“ war gestern…

Den wesentlichen Part nimmt die Fräsbearbeitung in buchstäblich allen Dimensionen ein, denn während sich Kusters früher auf Werkstücke bis maximal „Schuhkartongröße“ (O-Ton Jan Kusters im Jahr 2004…) konzentrierte,  stellen heute Teiledimensionen bis ca. 1.000 x 1.100 mm x 700 mm absolut keine besonderen Herausforderungen mehr dar. Sichtbar wird dies am aktuellen Maschinenpark, der in den vergangenen 10 Jahren nicht nur immer wieder erneuert und ausgebaut wurde, sondern auch hinsichtlich eben der Arbeitsbereiche und damit der Werkstückgrößen zugenommen hat. Selbiges gilt bezüglich Automatisierungsgrad in der Einzelteil-, Klein- und Mittelserienfertigung. Denn Jan Kusters war und ist sehr wohl bewusst, dass er seinen Kunden sowohl die neuesten Technologien als auch günstige Preise offerieren muss, will er auch künftig gut im Geschäft bleiben. Dazu führte Jan Kusters aus: „Unsere Kunden fordern von uns reproduzierbare Präzision, schnelle und termingetreue Lieferungen, kreative und vor allem wirtschaftliche Lösungen, und schließlich Kapazitäten für die schnelle Einzelteil- wie für die JIT-orientierte Chargenfertigung. Die Ansprüche sind stark gestiegen, nicht zuletzt durch die enorme Funktionsintegration in der Mechatronik, was zu  viel komplexeren Werkstücken führt, oder auch durch den Trend zu großen sowie ebenfalls stark funktionsintegrierten Werkstücken, die erst recht hohe Komplexitätsgrade sowie heute Genauigkeiten im µ-Bereich aufweisen müssen. Das gilt für kleine wie für große Bauteile und deshalb haben wir unseren Maschinenpark für die 5-Achsen-/5-Seiten-Komplett-/Simultan- Bearbeitung auf der Basis von Hermle-Maschinen entsprechend abgestimmt.“

Das neue hochautomatisierte Kompakt-Frässystem mit dem 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 22 UP und dem Palettenwechsler PW 150

Erklärtes Ziel: Im bedienten und mannlosen Dreischichtbetrieb an 168 Stunden/Woche produzieren

Neueste und aktuell prägende Errungenschaften im Maschinenpark von Kusters Precision Parts sind zum einen zwei  Großteile-Bearbeitungszentren von Hermle vom Typ C 50 U bzw. C 50 UP sowie ein weiteres für kleine und mittlere Werkstückgrößen ausgelegtes 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum von Hermle vom Typ C 22 UP. Während das 5-Achsen-Hochleistungs-BAZ C 50 U als Stand-alone-Anlage für die universell-flexible und bediente Bearbeitung von großformatigen Werkstücken ausgelegt ist, ist das zweite 5-Achsen–BAZ C 50 UP für den mannarmen Betrieb mit einem Palettenwechsler ausgerüstet. Das ist auch beim kleineren 5-Achsen-BAZ C 22 UP der Fall, das über einen Palettenwechsler vom Typ PW 150 mit 11 Palettenplätzen verfügt. Das 5-Achsen-BAZ C 22 UP bietet bei kompakten Abmessungen einen großzügigen Arbeitsbereich von 450 x 600 x 330 mm (X-Y-Z), hält im integrierten Werkzeugmagazin 65 sowie im Zusatzmagazin weitere 87 Werkzeuge parat und weist einen Schwenkrundtisch mit 320 mm Durchmesser auf. Die 5-Achsen-BAZ`s C 50 U bzw. C 50 UP bieten Arbeitsbereiche von 1.000 x 1.100 x 700 mm (X-Y-Z), bevorraten im Werkzeugmagazin bis zu 60 und im Zusatzmagazin nochmals je 41 Werkzeuge und sind mit Schwenkrundtischen des Durchmessers 700 mm für Paletten 800 x 800 mm ausgestattet. Zusammen mit den Arbeitsbereichen der erwähnten weiteren Hermle-Bearbeitungszentren deckt Kusters Precision Parts nun Werkstückgrößen ab wenigen Millimetern bis hin zu fast einem 1m³ ab und kann damit hochflexibel auf alle denkbaren Kundenwünsche eingehen. Jan Kusters sieht sich in seinem Strategiewechsel absolut bestätigt und meinte abschließend: „Während wir früher vor allem in der Prototypen- und Einzelteilfertigung stark waren, sind wir das heute dank des gewachsenen Automatisierungsgrades in der 5-Achsen-Bearbeitung und beim Werkstück-Handling auch in der Klein- und Mittelserienfertigung. Mit der Möglichkeit, durch die Stand-alone-Maschinen sowie die automatisierten Frässysteme, hochflexibel und aufs µ genau sowie mit kurzen Durchlaufzeiten wirtschaftlich zu arbeiten, bieten wir den Kunden, von denen im Übrigen gut 25% aus Deutschland kommen, und die wir mit den erweiterten Kapazitäten noch besser bedienen können, viele Vorteile. Mit den Hermle-Maschinen, auf die wir seit nunmehr 25 Jahren setzen, sind wir in der Lage, fast alles nach Kundenwunsch zu bearbeiten und substituieren ein ums andere Mal auch herkömmliche Technologien, in dem z. B. das 5-Achsen-Fräsen das Funkenerodieren oder das Hartfräsen das Koordinatenschleifen ersetzt, wodurch sich weitere Kostenoptimierungen ergeben.“

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