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Projekt „Segelboot“ – MPA-Technologie und besser fräsen

14.05.2019
Segelboot im Arbeitsraum der Hermle C 400 mit angebautem Segel, die Dach- und Deckfläche aus Kupfer wurden schon freigefräst ebenso die Kajütenfenster in den generativ hergestellten Hohlraum. Das Segel aus Aluminium wurde eloxiert.

Additive Bearbeitung mit der MPA-Technologie und besser fräsen werden eins. Um anschaulich und auch etwas plakativ ein Bauteil aufzuzeigen, welches sowohl additiv gefertigt und im Anschluss zerspanend in Form gebracht wurde, präsentierte die Hermle AG auf der Hausaustellung 2019 ein Segelboot mit einigen Raffinessen.

Zuerst wurde mittels der Hermle MPA-Technologie ein Rohling (B x H x T 400 x 200 x 100 mm) aus 1.4404 additiv gefertigt. Durch die Möglichkeit der Materialkombination sind bestimmte Stellen (Deck- und Dachfläche des Segelbootes) in Reinkupfer ausgeführt und ebenfalls additiv eingebracht. Ebenso wurden durch den Einsatz eines wasserlöslichen Füllmaterials ein großer Hohlraum (Kajüte) erzeugt. Über die anschließende Bearbeitung wurden die Kupferflächen wieder freigefräst und auch die Fenster in die Kajüte gefräst, so dass man den Innenraum der Kajüte einsehen kann. Der Rumpf des Bootes ist in einer klassischen 5-Achs Simultanbearbeitung ausgeführt, wobei der Werkstoff 1.4404 sowohl den verwendeten Werkzeugen wie auch der gewählten Frässtrategie einiges abverlangte.

Rohling mit integriertem Hohlraum und eingezogenen Kupferschichten, mit der MPA-Technologie generativ gefertigt  

     

Das Segel mit dem Mast wurde in einer separaten Bearbeitung klassisch in Aluminium ausgeführt und stellte durch seine filigrane Form die Programmierabteilung ebenfalls vor eine komplexe Aufgabe. Diese wurde mit dem Programmiersystem Tebis optimal umgesetzt.

Über eine herkömmliche Verstiftung wurden dann der Rumpf mit dem Mast und Segel verbunden. Das fertige Segelboot stellt bei Hermle zukünftig symbolisch die beiden Technologien additive Fertigung und 5-Achs-Fräsbearbeitung alles aus einem Haus dar.

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