Im Grunde ist es eine ganz einfache Technik: das Drehen. Ein Werkstück dreht sich. Das Werkzeug wird herangeführt und die Bearbeitung durchgeführt. Die Ergebnisse sind exakte rotationsgeometrische Werkstücke. Das ist derart grundlegend, dass die Technik – das Drehen, umgangssprachlich oder auch im Hobbybereich oft immer noch Drechseln genannt – schon seit Urzeiten zur Anwendung kommt. Bis in die Antike reichen ihre Ursprünge zurück. Sie ist aber nicht einfach nur alt, sie ist auch insofern basal, als mit ihr und durch sie erst die Drehmaschine und darauf aufbauend weitere Maschinen und Technologien möglich wurden. Noch heute ist die Drehmaschine oft die erste Ausbildungsmaschine für angehende Zerspaner und Feinmechaniker. All das macht die Drehmaschine zur Königin unter den Werkzeugmaschinen. Sie hat eben einfach den Dreh raus.
Und auch hier dreht sich alles um
- Die Vielseitigkeit einer Drehmaschine
- Die Exaktheit einer Drehmaschine
Die Vielseitigkeit von Drehmaschinen
Drehen – und sonst nichts? Von wegen. Sagten wir, Drehen sei eine im Grunde einfache Technik? Ja, sagten wir. Im Grunde sicher, aber längst hat sich daraus ein hochpräzises, hochkomplexes Fertigungsverfahren entwickelt, das sich in mindestens acht unterschiedliche Varianten gliedern lässt. Drehmaschinen kommen heute bei folgenden Anwendungen zum Einsatz:
Plandrehen: Hierbei diesem auch Querdrehen genannten Verfahren bewegt sich das Werkzeug radial zur Drehachse, wodurch sicheine ebene Fläche bildet – etwa die Stirnfläche einer Welle.
Längsdrehen: Diese Bewegung parallel zur Drehachseerzeugt wiederumkegelförmige oder zylindrische Außenflächen.
Kegeldrehen: Ähnlich wie beim Längsdrehen nur schräg zur Drehachse Werkzeug bewegt sich schräg zur Drehachse. So entstehen konische (kegelförmige) Flächen.
Stechdrehen: Hierbei sticht das Werkzeug senkrecht zur Drehachse in das Material. Man unterscheidet hier wiederum das Abstechen vom Einstechen sowie die Herstellung von Einstichen.
Gewindedrehen:Diese schraubenförmige Werkzeugführung dient der Herstellung von Außen- oder Innengewinden.
Innendrehen:Diese Bearbeitung der Innenflächen eines Werkstücks erzeugen Bohrungen oder Innenzylinder. Das Verfahren ähnelt dem Längsdrehen, allerdings im Inneren des Werkstücks.
Innengewindedrehen:Diese spezielle Form des Innendrehens schneidet – ähnlich wie beim Außengewindedrehen - ein Innengewinde in das Werkstück hinein.
Formdrehen:Bei dieser Variante des Drehens folgt das Werkzeug einer vorgegebenen Kontur und erzeugt soeine definierte Form – zum Beispiel eine frei geformte oder geschwungene Oberfläche.
Doch Drehmaschinen sind nicht nur vielseitig einsetzbar, sie sind auch außerordentlich exakt. Und beides – Exaktheit und Vielseitigkeit – macht ihren Erfolg verständlich.
Die Exaktheit von Drehmaschinen
Natürlich entsteht eine solche variantenreiche Technik nicht von heute auf morgen. Drehmaschinen haben in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung durchlaufen, in deren Verlauf sich alles geändert hat: die Maschine selbst, die Werkstücke, der Prozess im Ganzen. Der Maschinenbau setzt längst auf die Automatisierung der gesamten Fertigung. Mit Computerized Numerical Control, mit der modernen CNC-Fertigung, hat auch das Drehen eine Exaktheit angenommen, die sie zu Zeiten manueller Einstellung niemals haben konnte. Doch nicht nur genauer, auch schneller ist die Drehmaschine dadurch geworden. Die Performance und Produktionseffizienz sind enorm gestiegen, bei gleichzeitig perfektionierter Wiederholgenauigkeit.
Damit einher geht auch ein Wandel der Maschine selbst. Ein modernes CNC-Dreh- und Fräszentrum kombiniert die beiden Fertigungsverfahren Drehen und Fräsen über ein mehrachsiges System. Heute ist das längst keine Innovation mehr und dennoch hat sie dafür gesorgt, dass die Innovationszyklen sich enorm verkürzt haben. Heute produzieren weniger Maschinen mehr Output in einem von Automatisierung und Industrie 4.0 beschleunigten Prozess.
Fazit: Das enorme Potenzial von Drehmaschinen
Die Mutter aller Werkzeugmaschinen, die Drehmaschine, läuft längst nicht mehr am Schnürchen, sondern liefert unter numerischer Steuerungskontrolle Produktionsergebnisse, die in Stückzahl und Exaktheit höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. Noch heute ist die Drehmaschine in fast jedem produzierenden Unternehmen zu finden – und aus kaum einer Fertigung mehr wegzudenken. Freilich: auf den Aufbau und die Ausstattung kommt es an. Nur wenn sie selbst exakt und exzellent gefertigt ist, wenn sie mit allen Maschinenkomponenten – wie etwa einem Palettenwechsler – verbunden ist, vermag sie dieselben hochwertigen Ergebnisse auch für das sie einsetzende Unternehmen zu liefern. Entscheidend ist die umfassende Beratung – die enge Abstimmung mit dem Hersteller, denn nur dann und darin zeigt sich, was Drehmaschinen leisten können.
Mehr über Aufgabe und Aufbau von Drehmaschinen undwas Sie beim Kauf beachten sollten, erfahren Sie auf unserer Website. Gerne beraten wir Sie auch persönlich.