Die gezeigte revolutionäre Vorkammerbuchse für den Kunststoffspritzguss kombiniert vier metallische Werkstoffe in einem Bauteil und zeigt so das Potential der HERMLE MPA Technologie. Ziel ist es, Eigenschaften lokal dorthin zu bringen, wo sie wirken – anstelle eines Kompromiss‑Grundwerkstoffs für alle Aufgaben. Ergebnis: stabilere Prozessfenster im Anspritzbereich, gezielter Verschleiß‑ und Korrosionsschutz sowie effektive Wärmeabfuhr.
Werkstoffarchitektur & Funktion
Grundkörper: CuNi2Si (Kupferbasislegierung) – trägt die Kontur, bietet gute Wärmeleitung bei solider Festigkeit und bildet die thermische Basis für die Temperierung.
Korrosionsbeständiger Werkzeugstahl 1.2083 (~53 HRC) – stellt unseren Standard im Werkzeug- und Formenbau dar und ist somit Grundlage und Referenz für alle optimierten Bereiche.
Verschleißlage 1.2379 (~60 HRC) – im frontnahen Strömungs‑/Kavitätsbereich, wo der Schmelzestrom auftrifft und die Buchse Konturanteile bildet; sorgt für hohe Abrasions‑ und Erosionsbeständigkeit.
Innenliegende Segmente aus Reinkupfer – gezielte Wärmeabfuhr aus dem Anspritz‑/Heißpunktsbereich; unterstützt schnellere Abkühlung, stabilere Temperaturverteilung und reduziert die Zykluszeit.
Nutzen im Spritzgussbetrieb
Stabilere Gate‑Temperaturen → unterstützt konsistente Füllung und maßhaltige Konturen im kavitätsnahen Bereich.
Höhere Standzeit im Einlauf/Konturbereich → 1.2379 reduziert Verschleiß durch Füllstoffe/Glasfasern/Strömungserosion.
Korrosionsrobustheit → 1.2083 mindert korrosive Angriffe (z. B. durch Additive, Reinigungszyklen).
Zyklus‑ und Qualitätshebel → lokale Wärmeleiter aus Cu verbessern das Abkühlverhalten; reduziert Zykluszeiten und erhöht so die Produktivität und die Bauteilqualität.
Konstruktive Freiheit → Eigenschaften werden funktionsnah platziert; die Buchse übernimmt mehrere Aufgaben (Temperierung, Kontur, Schutz), was Baugruppen vereinfachen kann und neue Möglichkeiten in der konstruktiven Werkzeugauslegung schafft.
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